1817-2017 Denkmalpflege im Kloster Chorin

Karl Friedrich Schinkel in Chorin

Vor 200 Jahren im Jahr 1817 verfasste Karl Friedrich Schinkel in seiner Funktion als Geheimen Oberbaurat der königl. preußischen Oberbaudeputation einen Brief an das Preußische Finanzministerium, der den Start der frühen Denkmalpflege in Chorin darstellt.

Er fordert den Erhalt des Bauwerks und es heißt in seinem Schreiben:  „Bey der Seltenheit dergleichen Denkmäler in dieser Provinz wird die Erhaltung eines solchen zur Pflicht, und wir ersuchen daher eine hochlöbliche sechste General-Verwaltung des königl. FinanzMinisterium ergebenst, durch die Regierung dem Beamten zu Chorin die Erhaltung aller zum Kloster gehörigen Gebäude gefälligst empfehlen zu lassen, damit wenigstens willkürliches Einreißen und Verbauen solcher dieser Alterthümer welches deren fünfzig Jahre stattgefunden, für die Folge vermieden, und dem Lande der schöne Schmuck solcher Denkmäler nicht entzogen werde, wofür sich vorzüglich die Baubeamten der Provinz künftig mehr interessieren könnten.
(Berlin den 8ten Jan. 1817, Königl. Ober-Bau-Deputation, Eytelwein, Rothe, Cochius, Schinkel, Funk, Günther)

Als Schinkel Chorin besuchte, war das ehemalige Kloster in schlechtem Zustand. Es wurde seit der Auflösung 1542 überwiegend landwirtschaftlich genutzt. In den Klostergebäuden waren Stallungen eingerichtet und zahlreiche Wirtschaftsgebäude standen vor dem Chor der Klosterkirche. Schinkels Vision war es, das ehemalige Kloster in einer wunderschönen Parklandschaft als Baudenkmal zu präsentieren, so wie wir es heute kennen.

Mehr über die 200 Jahre andauernde Denkmalpflege und die verschiedenen Restaurierungskampagien erfahren Sie in der Dauerausstellung „ Karl Friedrich Schinkel in Chorin“ im Kloster Chorin.
April – Oktober 9.00 – 18.00 Uhr
November - März 10.00 – 16.00 Uhr

www.kloster-chorin.org/ Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!/ 033366-70377

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