140 Jahre Landesklinik, Martin-Gropius-Bau

1862-65 wurde der Komplex nach Entwürfen des Berliner Architekten Martin Gropius erbaut. Die Kurmärkische Land-Armen-Verwaltung hatte die Errichtung einer Irrensanstalt in Auftrag gegeben. Da man aus finanziellen und auch therapeutischen Gründen eine Selbstversorgung anstrebte, wurden weite Flächen Ackerland und Garten angelegt. Zur Anstalt gehörten weiterhin mehrere Wirtschaftsbauten, Krankengebäude, eine Kapelle und ein zentrales Verwaltungsgebäude. Gedacht war die Anlage für 400 Patienten, jedoch nahm die Zahl der Kranken stark zu, sodass es 1880 bereits zu Erweiterungen und Ausbau des Geländes kam. Diese zogen sich bis vor dem Ersten Weltkrieg hin und die Patientenzahl hatte sich bis dahin auf 1100 erhöht. Im Zweiten Weltkrieg wurde es dann als Lazarett von der Roten Armee beschlagnahmt. Besondere Bedeutung erhält dieser Komplex, da er einer der ältesten Krankenhausanlagen des Landes Brandenburg und das einzige, welches noch im >Blocksystem< erbaut worden ist. Weiterhin wurden fast alle Gebäude von namenhaften Architekten entworfen und die entsprechenden Merkmale können immer noch in der jeweiligen charakteristischen Gestaltungsweise wiedergefunden werden.

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