Eberkran

Der Eberkran ist heute zu einem Aussichtsturm auf dem Gelände der ehemaligen Landesgartenschau umfunktioniert worden und bietet einen herrlichen Blick über die Stadt und die brandenburgischen Wälder. Zugleich ist er aber auch Wahrzeichen für Eberswaldes große Bedeutung in der Kranherstellung. Das wirtschaftliche Leben wurde über viele Jahrzehnte lang vom Kranbau und Walzwerk bestimmt. Zuweilen wurde Eberswalde aufgrund seiner brandenburgisch-preußischen Industriekultur auch als „Märkisches Wuppertal“ bezeichnet.
Noch heute ist der Kranbau Eberswalde weltweit führend in der technischen Herstellung von Drehkranen allerart, denn hier wurde auch das Doppellenkerwipp-Prinzip erfunden. Dabei greift der Betrieb auf eine große Tradition der ARDELT-Werke zurück, welche bereits in der 30’er Jahren produzierten. Dabei fing der Ingenieur Robert Ardelt 1902 nur mit einem kleinen Industriebüro an und konnte dann zwischenzeitlich rund 8000 Beschäftigte nachweisen. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelten sich die ARDELT-Werke zum führenden Spezialbetrieb für Hafen- und Werftkräne mit ca. 3000 Mitarbeitern. Auch heute ist die Herstellung von Kränen immer noch Hauptbestandteil, doch durch Wegfall des östlichen Absatzmarktes musste sich der Betrieb stark verkleinern.

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